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Den richtigen Domainnamen finden: eine praktische Checkliste

Zuletzt geprüft: 20.10.2026

Ein Domainname lässt sich später kaum ändern: Er steht auf Visitenkarten, in Links, in Suchergebnissen und in jeder E-Mail-Adresse. Ein paar Minuten Prüfung vor der Registrierung ersparen eine teure Umbenennung.

Kurz gesagt

  • Wählen Sie einen kurzen Namen, der sich leicht aussprechen und kaum falsch schreiben lässt.
  • Für ein deutsches Publikum .de, international .com; neuere Endungen nur, wenn sie wirklich zum Namen passen.
  • Prüfen Sie vor dem Kauf Markenrechte und die Vorgeschichte der Domain.
  • Registrieren Sie sie im eigenen Konto, mit automatischer Verlängerung, Transfersperre und Zwei-Faktor-Anmeldung.

Guter Name, schlechter Name

  • Kurz halten: Namen unter etwa 15 Zeichen tippt und merkt man sich leicht.
  • Der „Telefontest“: Wer den Namen am Telefon hört, sollte ihn schreiben können, ohne nachzufragen.
  • Vermeiden Sie Bindestriche und Ziffern („4“ oder „vier“?) und doppelte Buchstaben an der Wortgrenze.
  • Lesen Sie die Wörter zusammen: Harmlose Wörter können zusammengeschrieben etwas Ungewolltes ergeben.
  • Wenn das Geschäft wachsen soll, binden Sie den Namen nicht zu eng an eine Stadt, ein einzelnes Produkt oder eine Jahreszahl.
  • Umlaut-Domains (ä, ö, ü) sind möglich, aber viele tippen die Variante ohne Umlaut (ae, oe, ue). Wenn Sie eine nutzen, registrieren Sie beide.

Welche Endung?

Achten Sie auf den Verlängerungspreis, nicht nur auf den Preis im ersten Jahr; „Premium“-Namen werden jedes Jahr zum Premiumpreis verlängert.

EndungWann sie passt
.dePublikum in Deutschland; die Endung, die deutsche Nutzer am häufigsten erwarten. Für .at und .ch gilt dasselbe in Österreich und der Schweiz.
.comInternationales Publikum; die Endung, die Menschen standardmäßig tippen. Die meisten kurzen Wörter sind vergeben – prüfen Sie Varianten.
.net / .org.org für Vereine, Stiftungen und Communities; .net ist akzeptiert, bleibt aber weniger im Gedächtnis.
.io, .dev, .app, .ai und andereTech-Produkte. .dev und .app stehen auf der HSTS-Preload-Liste, Websites funktionieren nur über HTTPS. Manche verlängern deutlich teurer.

Vor dem Kauf

  • Recherchieren Sie Marken, etwa im DPMAregister, bei der EUIPO oder in der WIPO Global Brand Database. Eine markenverletzende Domain kann man über die UDRP oder vor Gericht verlieren.
  • Prüfen Sie die Vorgeschichte: Die Wayback Machine (web.archive.org) zeigt frühere Inhalte. Eine einst für Spam genutzte Domain kann auf Sperrlisten stehen und eine schlechte E-Mail-Reputation haben.
  • Fragen Sie die Domain ab: Ist sie vergeben, sehen Sie das Ablaufdatum; in redemptionPeriod oder pendingDelete wird sie womöglich bald frei.
  • Prüfen Sie Social-Media-Namen: Ist derselbe Name auf den Plattformen frei, die Sie brauchen?

Richtig registrieren

  • Registrieren Sie die Domain auf sich oder Ihre Firma und in Ihrem eigenen Konto, nicht in dem Ihrer Webagentur.
  • Aktivieren Sie die automatische Verlängerung und hinterlegen Sie ein gültiges Zahlungsmittel; abgelaufene Domains sind schnell weg.
  • Lassen Sie die Transfersperre aktiv und schalten Sie beim Registrar die Zwei-Faktor-Anmeldung ein.
  • Registrieren Sie gegebenenfalls häufige Tippfehler und die .com- bzw. .de-Variante mit und leiten Sie sie auf die Hauptdomain um.
  • Fügen Sie die Domain der Überwachung hinzu, um vor dem Ablauf und bei jeder Änderung gewarnt zu werden.

Mit whoistool suchen

  • Domaincheck: Geben Sie den Namen ohne Endung ein und prüfen Sie die beliebten Endungen auf einmal.
  • Fragen Sie eine bestimmte Domain ab, um zu sehen, wer sie registriert hat und wann sie abläuft.
  • Domain-Alter vergleicht Registrierungs- und Ablaufdaten von bis zu 10 Domains.

Quellen

Dieser Ratgeber fasst öffentliche Informationen zusammen und ist keine Rechtsberatung.

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